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Projektbericht Klimaschwarm: Relaunch einer Crowdinvesting-Plattform mit eigener Schnittstelle

Wie wir die Website der Crowdinvesting-Plattform Klimaschwarm neu aufgebaut haben: Konzept, Design, eigenes WordPress-Plugin mit Schnittstelle und Betrieb seit 2023.

Solarpark von oben

Klimaschwarm ist eine Crowdinvesting-Plattform für erneuerbare Energien. 2022 haben wir die Website neu konzipiert, gestaltet und mit einem eigenen WordPress-Plugin an den Zeichnungsdienstleister Portagon angebunden. Seit 2023 betreuen wir sie in der Wartung. Dieser Bericht erzählt, welche Anforderungen am Anfang standen, welche Entscheidungen wir getroffen haben und was sich daraus für andere Webprojekte lernen lässt.

Ausgangslage: eine Plattform, zwei Systeme

Hinter Klimaschwarm steht die ecoeco Crowd GmbH, gegründet 2017. Über die Plattform finanzieren Anlegerinnen und Anleger mit Nachrangdarlehen Solarparks, Windparks und Wärmeprojekte in Deutschland. Beteiligen kann man sich ab 500 Euro. Klimaschwarm stellt die Projekte vor und vermittelt sie, die Zeichnung selbst läuft über den Dienstleister Portagon.

Für die Website bedeutet diese Aufteilung: Zwei Systeme kennen dieselben Projekte. Auf der Website präsentiert Klimaschwarm die Projekte, bei Portagon laufen die Zeichnungen. Informationen wie der Finanzierungsfortschritt entstehen also bei Portagon, sollen aber auf der Website zu sehen sein. Ohne Verbindung zwischen beiden Systemen müsste das Team solche Daten doppelt pflegen.

Was sich der Kunde wünschte

Für den Relaunch hat Klimaschwarm fünf Anforderungen formuliert. Sie waren klar und haben viele spätere Entscheidungen vorgezeichnet:

  • Verständlich für alle: Unter den Bestandskunden sind viele Menschen über 50. Die Plattform sollte übersichtlich sein und auf dem Smartphone genauso gut funktionieren wie am Desktop.
  • Vom Einfachen zum Detail: Besucher sollen erst das Wesentliche erfassen und dann tiefer einsteigen können. Der Weg bis zur Investition sollte schlank sein.
  • Keine doppelte Pflege: Projektdaten sollten über eine funktionierende Schnittstelle zu Portagon kommen.
  • WordPress mit Werkzeugkasten: WordPress als System, und das Team sollte neue Projekte selbst anlegen können.
  • Passende Tonalität: klar, seriös und sachlich.

Wer Geld anlegt, will verstehen, worin er investiert, und dem Anbieter vertrauen können. Die Anforderungen zielen genau darauf: Verständlichkeit, Übersicht und ein ruhiger, sachlicher Auftritt.

Die wichtigsten Entscheidungen

Das Projekt steht im Mittelpunkt

Die Website-Architektur haben wir um das einzelne Projekt herum aufgebaut. Denn darum geht es den Besuchern: um den Solarpark oder Windpark, in den sie investieren können. Um das Projekt herum gliedert sich die Website in die Bereiche Vorteile, Projekte, So funktioniert’s und Über uns. Das Ziel: Wer neu ist, findet Erklärungen zum Ablauf und zum Unternehmen. Wer Klimaschwarm schon kennt, soll ohne Umwege zu den aktuellen Projekten kommen.

Daten nur an einer Stelle pflegen

Statt Projektdaten auf der Website von Hand nachzutragen, sollte die Website sie von Portagon übernehmen. Dafür haben wir uns für ein eigenes WordPress-Plugin entschieden, das genau den Datenaustausch übernimmt, den Klimaschwarm braucht. So gibt es für Informationen wie den Finanzierungsfortschritt nur eine Quelle.

Das Team arbeitet selbstständig

Neue Projekte kommen regelmäßig dazu. Wenn jede neue Projektseite eine Agentur braucht, wird die Website zum Engpass. Deshalb sollte das Team Projektseiten aus fertigen Bausteinen selbst zusammenstellen können.

Smartphone und Desktop gleichwertig

Weil die Zielgruppe viele Menschen über 50 umfasst und die Plattform auf dem Smartphone genauso gut funktionieren sollte, haben wir Startseite, Projektübersicht und Projektdetailseiten für beide Bildschirmgrößen gestaltet, nicht nur für den Desktop mit einer mobilen Variante als Nebenprodukt.

Die Umsetzung

  1. Konzept

    Website-Architektur und Content-Struktur mit dem Projekt als zentralem Element und den Bereichen Vorteile, Projekte, So funktioniert’s und Über uns.

  2. Design

    Startseite, Projektübersicht und Projektdetailseiten, jeweils für Desktop und Smartphone. Eine Projektseite zeigt heute unter anderem Laufzeit, Zins, Mindestbetrag und eine Karte.

  3. WordPress-Plugin

    Ein eigenes Plugin für den Datenaustausch mit Portagon, zum Beispiel für den Finanzierungsfortschritt auf der Projektseite.

  4. Redaktion

    Flexible Bausteine für Projektbeschreibung, Angaben zum Nachrangdarlehen, FAQ, Downloads und Neuigkeiten. Dazu eine Benutzerdokumentation, die dem Team die Arbeit mit den Bausteinen erklärt.

Die Bausteine sind der Werkzeugkasten, den sich Klimaschwarm gewünscht hat. Projektseiten folgen damit einem wiedererkennbaren Aufbau, und das Team entscheidet pro Projekt, welche Bausteine es braucht.

Wartung und Serverumzug nach dem Livegang

Mit dem Livegang war die Zusammenarbeit nicht beendet. Seit 2023 betreuen wir die Website im Rahmen eines Wartungsvertrags. Zu jedem unserer Wartungspakete gehören Updates mit Backup und anschließendem Test sowie die Überwachung von Erreichbarkeit und Sicherheit. 2024 haben wir die Website auf einen neuen Server umgezogen.

Für eine Plattform, auf der neue Projekte oft innerhalb weniger Stunden finanziert sind, zählt Verlässlichkeit. Wenn die Website gerade dann nicht erreichbar ist, wenn ein Projekt startet, merken das Anleger und Team sofort.

Wo die Plattform heute steht

Laut klimaschwarm.de (Stand 24. September 2026) hat die Plattform seit ihrem Start 40 Projekte erfolgreich finanziert und insgesamt 46 Millionen Euro vermittelt. Das größte Einzelprojekt ist der PIN Solarpark Obergebra mit 6 Millionen Euro. Über die Website werden heute Solarparks mit 2 bis 6 Millionen Euro Volumen finanziert, dazu Windparks, Wärme- und Wohnprojekte. Neue Projekte sind in der Regel innerhalb weniger Stunden vollständig finanziert.

Diese Zahlen beziehen sich auf die gesamte Laufzeit der Plattform und sind vor allem der Erfolg von Klimaschwarm und seinen Projekten. Die Website hat dabei eine klare Aufgabe: Projekte verständlich vorstellen und Interessierte ohne Umwege zur Zeichnung führen. In diesem Bericht geht es um die Website, nicht um die Geldanlage.

Was Sie für Ihr Projekt mitnehmen können

Nicht jedes Unternehmen betreibt eine Crowdinvesting-Plattform. Einige Lehren aus diesem Projekt gelten aber für viele Websites.

Daten an einer Stelle pflegen

Wenn Informationen in einem anderen System entstehen, etwa in einer Warenwirtschaft, einem Buchungssystem oder einem CRM, lohnt sich die Frage nach einer Schnittstelle. Doppelte Pflege kostet Zeit und führt früher oder später zu Widersprüchen zwischen Website und System. Voraussetzung ist, dass das andere System eine Schnittstelle anbietet. Klären Sie das vor dem Projekt, denn es beeinflusst Konzept und Aufwand.

Ältere Zielgruppen auch auf dem Smartphone ernst nehmen

Eine Zielgruppe über 50 heißt nicht, dass das Smartphone unwichtig ist. Bei Klimaschwarm war die mobile Nutzung ausdrücklich Teil der Anforderungen. Worauf es dabei ankommt: gut lesbare Schriftgrößen, ausreichende Kontraste, große Schaltflächen, klare Sprache und eine Navigation ohne versteckte Umwege. Vieles davon deckt sich mit den Anforderungen an barrierearme Websites, mehr dazu in den Artikeln WCAG und Responsive Webdesign.

Vom Einfachen zum Detail führen

Nicht jede Information gehört auf die erste Ebene. Eine gute Seite beantwortet zuerst die wichtigsten Fragen und bietet Details für alle, die tiefer einsteigen wollen, zum Beispiel in einer FAQ oder in Downloads. Einsteiger behalten so den Überblick, und Kenner finden trotzdem die Details, die sie suchen.

Bausteine statt Einzelstücke

Legt Ihr Team regelmäßig Seiten derselben Art an, etwa Projekte, Stellenanzeigen oder Referenzen, lohnen sich feste Bausteine. Damit sehen alle Seiten einheitlich aus, und Sie werden unabhängig von Ihrer Agentur. Eine kurze Dokumentation hilft, wenn neue Kolleginnen und Kollegen dazukommen.

Den Betrieb von Anfang an einplanen

Eine Website mit eigenem Plugin und Schnittstelle braucht regelmäßige Pflege, weil sich WordPress, Plugins und angebundene Systeme weiterentwickeln. Klären Sie vor dem Start, wer Updates übernimmt und testet. Was dazu gehört, lesen Sie im Artikel WordPress-Wartungsvertrag.

Fallstudie und eigenes Projekt

Mehr zum Projekt und zu Ihrem Vorhaben

Screenshots und Kennzahlen finden Sie in der Fallstudie Klimaschwarm. Wenn Ihre Website ebenfalls Daten aus einem anderen System anzeigen oder Ihr Team eigene Inhalte aus Bausteinen anlegen soll, sprechen Sie uns an. Als WordPress-Agentur klären wir das im kostenlosen Erstgespräch, danach erhalten Sie innerhalb von drei Werktagen ein Festpreisangebot. Wie ein Projekt bei uns abläuft, beschreibt der Artikel So läuft ein Webprojekt bei dpi ab.

Häufige Fragen

Welche Leistungen hat dpi Design für Klimaschwarm erbracht?

Konzept, Webdesign, ein eigenes WordPress-Plugin mit Schnittstelle zu Portagon und die redaktionellen Bausteine mit Benutzerdokumentation. Seit 2023 betreuen wir die Website in der Wartung, 2024 haben wir sie auf einen neuen Server umgezogen.

Warum wurde WordPress eingesetzt?

WordPress war eine Anforderung des Kunden. Zusammen mit den Bausteinen kann das Team neue Projekte selbst anlegen und pflegen, ohne für jede Seite auf eine Agentur angewiesen zu sein.

Können Sie auch unsere Website an ein anderes System anbinden?

Wenn das System eine Schnittstelle anbietet, lässt sich eine Anbindung an WordPress in vielen Fällen umsetzen. Ob das in Ihrem Fall möglich ist und welchen Aufwand es bedeutet, klären wir im Erstgespräch.

Betreuen Sie Websites auch nach dem Livegang?

Ja. In der WordPress-Wartung übernehmen wir Updates mit Backup und Test sowie das Monitoring. Klimaschwarm betreuen wir so seit 2023.

Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt.

Ein Gespräch von 30 Minuten, kostenlos. Danach wissen Sie, was Ihre Website braucht, was sie kostet und wie lange es dauert.

Dominik Plaszewski

Dominik PlaszewskiGeschäftsführer
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