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Projektbericht Ranger: Wie Websites zum Recruiting-Werkzeug für ein bundesweites Vertriebsnetz wurden

Wie die Websites von Ranger Marketing zum Recruiting-Werkzeug wurden: Relaunch, Jobportale, fünf Recruiting-Websites, ein Franchise-System und Messung bis zur Bewerbung.

Handschlag im Bewerbungsgespräch

Ranger Marketing & Vertriebs GmbH gehört zur Ströer-Gruppe und braucht laufend neue Mitarbeitende für ihre Vertriebsteams in ganz Deutschland. Ab 2018 haben wir die Websites für eine Online-Recruiting-Kampagne umgesetzt: einen Relaunch mit Fokus Recruiting, fünf neue Recruiting-Websites, ein Website-System für die Vertriebspartner vor Ort und die Messung aller Kanäle. Wo das Projekt begann, welche Entscheidungen es bestimmt haben und was Sie daraus für Ihr eigenes Recruiting mitnehmen können, steht in diesem Bericht.

Ausgangslage: ein Geschäft, das von Menschen lebt

Ranger ist im Direktvertrieb tätig, unter anderem für bekannte Marken aus Telekommunikation, Energie und dem gemeinnützigen Bereich. Das Geschäftsmodell steht und fällt mit den Menschen im Vertrieb. Die Vertriebsteams arbeiten in ganz Deutschland und sind über Vertriebspartner organisiert, die jeweils vor Ort ansässig sind.

Dazu kommt eine hohe Fluktuation. Der Bedarf an neuen Mitarbeitenden bleibt deshalb dauerhaft hoch. Recruiting wird so zur Daueraufgabe.

Die Antwort darauf: das Online-Recruiting deutlich ausbauen. Drei Wege sollten dafür zusammenwirken: die eigene Website, Jobportale und die Vertriebspartner, die ihr Personal direkt in ihrer Region suchen.

Vier Ziele für die Websites

Aus diesem Plan ergaben sich vier Ziele:

  • Recruiting als Kernaufgabe: Die Unternehmenswebsite sollte zum zentralen Werkzeug für die Gewinnung neuer Mitarbeitender werden und dabei weiterhin auch Kunden ansprechen.
  • Ein Ort für alle Bewerbungen: Ob sich jemand über ein Jobportal oder über die Website bewirbt, die Bewerbung sollte an derselben Stelle ankommen.
  • Eine Website für jeden Vertriebspartner: günstig im Betrieb, schnell geladen und in der jeweiligen Region gut zu finden.
  • Jeder Kanal messbar: Ranger wollte sehen, wo Bewerbungen tatsächlich entstehen, um das Budget genau dort einzusetzen.

Die Ziele hängen eng zusammen: Welcher Kanal wie viele Bewerbungen bringt, lässt sich nur sagen, wenn alle Bewerbungen an einer Stelle zusammenlaufen.

Die wichtigsten Entscheidungen

Die Website arbeitet zuerst für das Recruiting

Bei einem dauerhaft hohen Personalbedarf kann die Unternehmenswebsite keine reine Visitenkarte für Kunden sein. Wer eine Stellenanzeige sieht, schaut sich häufig auch die Website des Arbeitgebers an, und dort entscheidet sich, ob aus Interesse eine Bewerbung wird. Deshalb wurde die Website beim Relaunch auf die Gewinnung neuer Mitarbeitender ausgerichtet. Kunden sollte sie weiterhin ansprechen, der Schwerpunkt lag aber auf dem Recruiting.

Ein Eingang für alle Bewerbungen

Jobportale erreichen Menschen, die Ranger noch nicht kennen und nicht von sich aus auf die Website kommen. Gleichzeitig sollten Bewerbungen aus den Portalen und von der Website nicht getrennt voneinander bearbeitet werden. Die Entscheidung fiel daher auf ein zentrales Recruiting, an das die Portale angebunden werden. So lassen sich die Bewerbungen gemeinsam bearbeiten und miteinander vergleichen.

Ein System statt vieler Einzel-Websites

Jeder Vertriebspartner sollte eine eigene Website bekommen. Jede davon einzeln zu entwickeln hätte bedeutet, jedes Mal von vorn anzufangen. Stattdessen entstand ein gemeinsames System mit einheitlichem Design und gemeinsamer Technik, das für jeden Partner mit eigenen Inhalten befüllt wird. So bekommt jeder Partner eine professionelle, schnelle Website, und der Konzern behält Marke und Tracking im Griff.

Gemessen wird bis zur Bewerbung

Besucherzahlen sagen wenig darüber, woher neue Mitarbeitende kommen. Deshalb sollte das Tracking über die Website hinaus mit dem Bewerbermanagementsystem verbunden sein. Erst dann lässt sich Budget nach Ergebnissen verteilen und nicht nach Gefühl.

Die Umsetzung in fünf Bausteinen

Dominik Plaszewski, Gründer von dpi Design, war maßgeblich an Konzeption, Strategie und Umsetzung der Online-Recruiting-Kampagne beteiligt. dpi Design hat dabei als Full-Service-Dienstleister die Websites übernommen, von der Domain bis zur Programmierung. Dazu gehörten fünf Bausteine:

  1. Relaunch mit Fokus Recruiting

    Die Unternehmenswebsite wurde neu auf die Gewinnung von Mitarbeitenden ausgerichtet.

  2. Anbindung an Jobportale

    Wir haben das zentrale Recruiting selbst mit Indeed, StepStone und Xing verbunden, damit Bewerbungen aus den Portalen und von der Website zusammenlaufen.

  3. Fünf Recruiting-Websites

    Für fünf neu gegründete Gesellschaften mit Schwerpunkt Personalvermittlung haben wir suchmaschinenfreundliche Domains ausgewählt und die Websites konzipiert, gestaltet und programmiert.

  4. Franchise-Website-System

    Ein Baukasten, mit dem der Konzern seine Vertriebspartner in ganz Deutschland mit schnellen, hochwertigen Websites ausstattet. Die Entwicklung passiert einmal, danach ist jeder weitere Partner schnell und günstig versorgt.

  5. Tracking

    Google Analytics und der Google Tag Manager wurden mit dem Bewerbermanagementsystem verbunden. Dadurch lässt sich jede Bewerbung dem Kanal zuordnen, aus dem sie stammt.

Bei den fünf Recruiting-Websites begann die Arbeit an der Sichtbarkeit schon mit der Wahl der Domain. Für eine neu gegründete Gesellschaft ist sie eine der ersten Festlegungen, und sie lässt sich später nur mit Aufwand ändern. Das ist ein Grund, warum Sichtbarkeit bei Google bei uns von Anfang an zur Planung gehört. Mehr dazu auf der Seite SEO.

Mehr als 200 organische Bewerbungen pro Monat

Das Ergebnis der Kampagne: mehr als 200 neue, organische Bewerbungen pro Monat aus der Zielgruppe, für Ranger und die Ströer-Gruppe.

Zur Einordnung: Die Zahl steht für die Kampagne als Ganzes. Die Bausteine greifen ineinander, und wir rechnen die Bewerbungen keiner einzelnen Maßnahme zu. Außerdem kommt es auf den Zusatz „aus der Zielgruppe“ an. Viele Bewerbungen helfen wenig, wenn die Menschen dahinter nicht zu den Stellen passen.

Wartung und Absicherung nach dem Relaunch

Mit dem Relaunch war die Zusammenarbeit nicht beendet. Es folgten unter anderem Konzepte dafür, wie sich die Partner-Websites warten und absichern lassen.

Bei einem System für viele Standorte ist das keine Nebensache. Laufen viele Websites auf derselben technischen Grundlage, betrifft eine Sicherheitslücke im Zweifel alle auf einmal. Umgekehrt kommt eine Verbesserung an einer Stelle allen zugute. Wer ein solches System plant, sollte deshalb früh festlegen, wer Updates einspielt, prüft und die Websites überwacht.

Was Sie für Ihr Projekt mitnehmen können

Nicht jedes Unternehmen hat ein Vertriebsnetz in ganz Deutschland. Diese Lehren gelten aber für alle, die laufend Personal suchen oder mehrere Standorte haben.

Recruiting ist eine Aufgabe der Website

Online-Recruiting beginnt auf der eigenen Website. Wenn Sie dauerhaft Personal suchen, reicht eine Unterseite mit einer Liste offener Stellen nicht aus. Bewerber wollen wissen, was sie erwartet, mit wem sie sprechen können und wie die Bewerbung abläuft. Und sie brauchen einen kurzen Weg zur Bewerbung, auch auf dem Smartphone. Leistet Ihre Website das heute nicht, kann ein Website-Relaunch mit klarem Schwerpunkt Recruiting der richtige Schritt sein.

Bewerbungen an einer Stelle zusammenführen

Bewerbungen kommen über Jobportale, die eigene Website, per E-Mail oder über Empfehlungen. Landen sie an verschiedenen Orten, geht leicht etwas verloren, und niemand weiß, welcher Kanal wie viel bringt. Sammeln Sie deshalb alle Bewerbungen in einem System, etwa in einem Bewerbermanagementsystem. Klären Sie vor dem Projekt, welche Jobportale und Formulare sich daran anbinden lassen, denn das beeinflusst Konzept und Aufwand.

Bis zur Bewerbung messen

Klicks und Besucher sind Zwischenschritte. Für Ihr Budget zählt die Frage, aus welchem Kanal Bewerbungen kommen und ob die Bewerber passen. Dafür muss die Messung bis ins Bewerbermanagement reichen, nicht nur bis zum abgeschickten Formular. Wie Sie Zielseiten für einzelne Kampagnen aufbauen und ihren Erfolg messen, beschreibt der Artikel Landingpage. Ob und welche Einwilligungen Sie für das Tracking einholen müssen, ist eine rechtliche Frage, die Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder einer Anwältin klären sollten.

Ein System für viele Standorte

Brauchen mehrere Standorte, Filialen oder Partner jeweils eine eigene Website, lohnt sich ein gemeinsames System für alle Websites. Design, Technik und Messung entstehen einmal, die Inhalte kommen je Standort dazu. Achten Sie darauf, dass jede Website wirklich eigene Inhalte bekommt und nicht nur den Ortsnamen austauscht. Warum das für Google zählt, zeigt der Projektbericht GEBRA-IT. Wie Standorte in ihrer Region gefunden werden, lesen Sie im Artikel Local SEO.

Fallstudie und eigenes Projekt

Mehr zum Projekt und zu Ihrem Recruiting

Die Kurzfassung des Projekts finden Sie in der Fallstudie Ranger. Wenn Ihre Website mehr passende Bewerbungen bringen soll, sehen wir uns Ihre Ausgangslage an. Was wir dafür anbieten, beschreibt die Seite Karriereseite erstellen lassen. Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Ziele, Kanäle und vorhandene Systeme, danach erhalten Sie innerhalb von drei Werktagen ein Festpreisangebot.

Häufige Fragen

Welche Leistungen hat dpi Design für Ranger erbracht?

Als Full-Service-Dienstleister haben wir die Websites der Kampagne übernommen, von der Domain bis zur Programmierung: den Relaunch mit Fokus Recruiting, die Anbindung an Indeed, StepStone und Xing, fünf Recruiting-Websites, das Franchise-Website-System und das Tracking. Danach folgten unter anderem Konzepte für Wartung und Absicherung der Partner-Websites.

Was ist ein Franchise-Website-System?

Ein gemeinsames Website-System für viele Partner oder Standorte. Design und Technik werden einmal entwickelt, jede Partner-Website wird mit eigenen Inhalten befüllt. Neue Partner lassen sich so schnell ausstatten, und Marke und Tracking bleiben einheitlich.

Lassen sich Bewerbungen aus Jobportalen und von der Website zusammenführen?

In vielen Fällen ja, meist über ein Bewerbermanagementsystem, an das Jobportale und Website angebunden werden. Welche Anbindungen möglich sind, hängt vom jeweiligen System ab. Das klären wir im Erstgespräch.

Wie erkenne ich, aus welchem Kanal eine Bewerbung kommt?

Indem die Messung bis zur Bewerbung reicht. Bei Ranger wurden dafür Google Analytics und Google Tag Manager an das Bewerbermanagementsystem angebunden. Allgemein gilt: Kennzeichnen Sie Links aus Anzeigen, Portalen und Kampagnen einheitlich, zum Beispiel mit UTM-Parametern. Rechtliche Fragen zum Tracking klären Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.

Erzählen Sie uns von Ihrem Projekt.

Ein Gespräch von 30 Minuten, kostenlos. Danach wissen Sie, was Ihre Website braucht, was sie kostet und wie lange es dauert.

Dominik Plaszewski

Dominik PlaszewskiGeschäftsführer
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